Guyana: Gewerkschaft riefen zum Generalstreik auf

Guyana: Gewerkschaft riefen zum Generalstreik auf

Cayenne (dpa) - Vier Wochen vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich sorgen anhaltende Proteste im Überseedépartement Französisch-Guyana für Aufsehen. Die für die Überseegebiete zuständige Ministerin Ericka Bareigts räumte am Sonntag im Sender Franceinfo ein, dass die wirtschaftliche und soziale Lage in dem französischen Gebiet in Südamerika sehr schwierig sei. Die Regierung habe aber bereits Fortschritte erzielt. Ein Gewerkschaftsbund rief von Montag an zum Generalstreik auf, wie die Nachrichtenagentur AFP meldete. In Französisch-Guyana protestieren seit Tagen Menschen gegen wirtschaftliche Probleme und Kriminalität sowie für eine bessere Gesundheitsversorgung. Dabei wurden auch Straßen blockiert. Vergangene Woche musste deshalb der Start einer Ariane-5-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou bis auf Weiteres verschoben werden. Die Fluggesellschaft Air France sagte wegen der Lage ihre Flüge von Paris in die Département-Hauptstadt Cayenne am Sonntag und Montag ab.

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Sand knapp in der Sahara? Nein, aber Öl in Venezuela

Sand knapp in der Sahara? Nein, aber Öl in Venezuela

Caracas (dpa) - Ausgerechnet in Venezuela, dem Land mit den größten Ölreserven der Welt, geht das Benzin aus. Seit Tagen gibt es täglich länger werdende Schlangen vor den Tankstellen in der Hauptstadt Caracas und in weiteren Städten des südamerikanischen Landes. Der Vizepräsident des staatlichen Erdölkonzerns PDVSA, Ysmel Serrano, begründete den dramatischen Mangel mit «Verzögerungen bei den Schiffstransporten mit Treibstoff». Von 290 Tankstellen in Caracas hatten in den vergangenen Tagen nur noch 90 Tankstellen Benzin. Venezuela hat zwar gewaltige Ölreserven, aber zu wenige funktionstüchtige Raffinerien, weshalb große Mengen Benzin importiert werden müssen. PDVSA versprach, die Produktion zu erhöhen, um Abhilfe zu schaffen.

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Brasilien: Gammelfleisch-Skandal trifft Exportwirtschaft hart

Brasilien: Gammelfleisch-Skandal trifft Exportwirtschaft hart

Brasilia (dpa) - Brasiliens Regierung ist wegen zunehmender Bedenken bei den Importländern im Gammelfleisch-Skandal um Schadensbegrenzung bemüht. Von den 4837 Produktionsstätten stünden nach den bisherigen Ermittlungen nur 21 unter Verdacht, in illegale Praktiken verwickelt zu sein. Von diesen hätten aber lediglich sechs in den vergangenen 60 Tagen Fleisch exportiert, teilte die Regierung mit. Nach Angaben des Portals «Folha de S. Paulo» setzte Chile den Import aus, China, Südkorea und die EU kündigten verschärfte Kontrollen an. Brasilien ist der größte Fleischexporteur und liefert in knapp 160 Länder. Wie in den vergangenen Tagen bekannt wurde, soll vergammeltes Fleisch mit chemischen Mitteln wieder ansehnlich gemacht und zurück in den Verkauf gebracht worden sein. Bei Razzien wurde mit Salmonellen belastetes Fleisch gefunden, teilweise wurde Schweineköpfe zu Wurst verarbeitet. Rund 20 Verdächtigte wurden bisher festgenommen, gegen 33 Beschäftigte wird ermittelt. Die Regierung betonte, alle Produktionsstätten stünden ausländischen Inspektoren offen.

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Bolivien: Kapital aus der Schweiz soll Bahnlinie zwischen Ozeanen befeuern

Bolivien: Kapital aus der Schweiz soll Bahnlinie zwischen Ozeanen befeuern

La Paz (dpa) - Die deutsche Regierung intensiviert ihre Bemühungen um den Bau einer Bahnlinie in Südamerika, die vom Atlantik bis zum Pazifik führen soll. Wie der bolivianische Minister für öffentliche Arbeiten, Milton Claros, mitteilte, wird Verkehrsstaatssekretär Rainer Bomba am Mittwoch zu Gesprächen mit Regierungsvertretern aus Bolivien, Peru, Paraguay und Uruguay in La Paz zusammentreffen. Bolivien setzt auch auf Kapital aus der Schweiz bei dem Jahrhundertprojekt. Mittlerweile liegen vier Studien zu Trassen, Umweltfragen und den Kosten vor. Deutsche und Schweizer Unternehmen könnten das Projekt gemeinsam realisieren. Geplant ist eine 3750 Kilometer lange Strecke vom brasilianischen Hafen in Santos über Bolivien bis zum peruanischen Ilo, um Güter schneller Richtung Europa und Asien zu bekommen. Die Kosten werden auf rund 14 Milliarden Dollar (13 Mrd Euro) geschätzt.

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Kolumbien: Präsident bestreitet Mitwisserschaft in Odebrecht-Skandal

Kolumbien: Präsident bestreitet Mitwisserschaft in Odebrecht-Skandal

Bogotá (dpa) - Kolumbiens Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos hat eine persönliche Kenntnis von illegalen Spenden durch den Baukonzern Odebrecht bestritten. Er verurteilte am Dienstag die bekannt geworden Unregelmäßigkeiten bei seiner Wahlkampagne 2010 und betonte: «Ich habe diese Dinge nicht erlaubt und nichts davon gewusst.» Sein früherer Wahlkampfleiter Roberto Prieto hatte zuvor eingeräumt, dass der brasilianische Odebrecht-Konzern damals rund 400 000 Dollar (375 000 Euro) für Wahlwerbung der Kampagne bezahlt habe. Zudem prüft die Staatsanwaltschaft ob für Santos' Wiederwahlkampagne 2014 sogar umgerechnet fast eine Million Euro von Odebrecht gezahlt worden ist.

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Peru: Regen beeinträchtigt Exporte von Bio-Bananen

Peru: Regen beeinträchtigt Exporte von Bio-Bananen

(fruchtportal.de) Die Exportmenge von Bio-Bananen hat infolge des kräftigen und konstanten Regens in der Region Piura um 30 Prozent abgenommen.  Den neusten Nachrichten zufolge haben der intensive Regen und die Überflutung des Flusses in Tumbes 1400 ha Bio-Bananen ernsthaft geschädigt. Sie sind verloren, sagte der gewählte Präsident der Peruanischen Vereinigung der Reiserzeuger (Apear), Esequiel Chiroque Paico, der diesen Posten nächste Woche übernehmen wird. "Reisfelder und Bio-Bananen-Plantagen sind überflutet. Das Wasser hat die Plantagen zerstört, die komplett verloren sind. Der Erzeuger muss etwas unternehmen, sodass er, sobald das schlechte Wetter vorüber ist, sein Anbauland wiederherstellt und erneut aussät", wurde er von agraria.pe zitiert.

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