Brasilien: Dürren haben Kaffee-Ernte geschadet

Brasilien: Dürren haben Kaffee-Ernte geschadet

Dürren haben eine Kaffee-Krise beim weltgrößten Produzenten Brasilien ausgelöst. Die Regierung wollte als Notmaßnahme erstmals Kaffee im großen Stil einführen, hat aber die Rechnung ohne einheimische Unternehmen und Parlamentarier gemacht. Brasilia (dpa) - Der weltgrößte Kaffeeproduzent Brasilien leidet unter den Folgen von Dürren und Missernten - die Regierung hat aber den erstmaligen Import von Kaffee zunächst auf Eis gelegt. Nachdem schon die Einfuhr von einer Million Säcken (je 60 Kilo) der Sorte Robusta aus Vietnam genehmigt worden war, setzte Präsident Michel Temer nach Protesten von Kaffeeherstellern das Vorhaben vorerst aus. Der Plan sah vor, dass für den Kaffee die Importsteuern von zehn auf zwei Prozent gesenkt werden, weil im Inland der Kaffeepreis zuletzt stark gestiegen war: um 14,9 Prozent in zwölf Monaten.

Read more

Venezuela: Vizepräsident mit Kontakt zu Drogenlords und Terroristen?

Venezuela: Vizepräsident mit Kontakt zu Drogenlords und Terroristen?

Von Georg Ismar, dpa Ein Vizepräsident als oberster Kokain-Dealer? Die Regierung von US-Präsident Donald Trump verhängt Sanktionen gegen Venezuelas «Kronprinzen» - dem enge Kontakte zur Hisbollah nachgesagt werden. Caracas (dpa) - Tareck El Aissami ist ein studierter Kriminologe, dessen Biografie für einen 42-Jährigen reichlich schillernd ist. Mit 33 Jahren Innenminister, seit Januar Vizepräsident Venezuelas. Und zugleich wirkt er sehr undurchsichtig, wie so vieles in Venezuela, wo das Militär und die seit 1999 regierten Sozialisten eisern die Zügel in der Hand halten. Aber langsam setzt sich ein Bild zusammen. Die neue US-Regierung von Präsident Donald Trump holt nun zum großen Schlag gegen ihn aus. Der Vorwurf ist ungeheuerlich, der zweite Mann im Staate soll quasi der oberste Drogendealer sein. Die Beweise sind laut US-Finanzministeriums erdrückend. Jahrelang wurde ermittelt.

Read more

Ecuador: Auf Correas "Bürgerrevolution" folgt Wahlkrimi bei Präsidentenwahl

Ecuador: Auf Correas "Bürgerrevolution" folgt Wahlkrimi bei Präsidentenwahl

Quito (dpa) - Der linke Regierungskandidat Lenín Moreno hat die erste Runde der Präsidentschaftswahl in Ecuador deutlich gewonnen, muss aber wohl in eine Stichwahl. Er kam nach dem vorläufigen Ergebnis auf 38,26 Prozent, wie die nationale Wahlbehörde Sonntagabend (Ortszeit) mitteilte. Moreno will den linken Kurs von Präsident Rafael Correa fortsetzen, der nach zehn Jahren an der Macht nicht mehr angetreten war. Auf Platz zwei lag mit 29,86 Prozent der konservative Politiker Guillermo Lasso. Er will neben einem Politikwechsel auch das Asyl für Wikileaks-Gründer Julian Assange in der Botschaft in London beenden. Damit würde Moreno sehr knapp einen Wahlsieg schon in der ersten Runde verpassen - eine Stichwahl ist für den 2. April angesetzt worden. Für einen Sieg in der ersten Runde muss ein Kandidat 40 Prozent erreichen und zugleich zehn Prozentpunkte vor dem Zweiten liegen. Auf Platz drei landete die einzige Frau unter den acht Kandidaten, Cynthia Viteri von der Christsozialen Partei (15,4 Prozent). Insgesamt waren 12,8 Millionen Bürger zur Wahl aufgerufen.

Read more

Chile: Tschechischer Investor errichtet Solarkraftwerk

Chile: Tschechischer Investor errichtet Solarkraftwerk

(photon.info) Der tschechische Investor Solek Group hat ein 3,07 Megawatt leistendes Solarkraftwerk in Chile fertig gestellt und an das nationale Stromnetz angeschlossen. Die »Parque Solar CuzCuz« genannte Anlage befindet sich nach Unternehmensangaben etwa 300 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago. Eingesetzt wurden Inverter von SMA sowie einachsige Nachführsysteme und Module von nicht genannten Herstellern. Die Vorarbeiten begannen bereits 2014, Baubeginn war im Frühjahr letzten Jahres. Die Kosten beliefen sich rund 100 Millionen tschechische Kronen (# Millionen Euro), die Finanzierung erfolgte über Solek sowie namentlich nicht näher bezeichnete »tschechische private Investoren«.

Read more

Argentinien: Regierung Macri will Agrarexporte weiter forcieren

Argentinien: Regierung Macri will Agrarexporte weiter forcieren

Buenos Aires (dpa) - Genau 8327 Rinder stehen an diesem Morgen in den Ställen des Mercado de Liniers. Ein Auktionator fährt auf einem kleinen Wagen, wie man ihn von Golfplätzen kennt, an den Tieren vorbei und lässt den Hammer fallen, wenn er einen Preis von 30 Pesos (1,70 Euro) pro lebendes Kilo zugerufen bekommt. Der große Rindermarkt am Westrand von Buenos Aires ist seit über hundert Jahren Umschlagplatz von der Weide zum Grill. Und auch wenn ausgerechnet im Land der Gauchos der Steak-Konsum stark zurückgeht, zieht nun der Export wieder an. Der neue Präsident Mauricio Macri will die Produkte seines Landes in aller Welt verkaufen, nachdem die linke Vorgängerin eher auf Protektionismus setzte.

Read more

Peru: Ex-Präsident Toledo möglicherweise in Odebrecht-Skandal verwickelt

Peru: Ex-Präsident Toledo möglicherweise in Odebrecht-Skandal verwickelt

Lima (dpa) - Der mit internationalem Haftbefehl gesuchte frühere peruanische Präsident Alejandro Toledo ist anders als vermutet nicht mehr in Frankreich, sondern in den USA. Er verfolge Pläne, um nach Israel zu fliehen, teilte die peruanische Regierung mit. «Wir haben aus guter Quelle Informationen, dass sich der Ex-Präsident in San Francisco aufhält. Deshalb haben wir die Behörden der Vereinigten Staaten alarmiert.» Toledo (70) wird vorgeworfen, 20 Millionen US-Dollar (18,5 Mio Euro) Bestechungsgeld vom brasilianischen Baukonzern Odebrecht für den Bau der Interoceanica angenommen zu haben - die Straße verbindet über Tausende Kilometer Atlantik und Pazifik. Für Hinweise, die zur Ergreifung Toledos führen, lobte Perus Regierung eine Prämie von 100 000 Soles (28 000 Euro) aus. Toledo bestreitet die Vorwürfe.

Read more