Peru: Neue Regeln für den Besuch von Machu Picchu


 
 
 

Die Besichtigung von Machu Picchu ist künftig mit deutlich strengeren Regeln verbunden: Alle Besucher müssen sich nun schon vorab beim Kauf des Tickets für einen bestimmten Zeitpunkt zwischen 6 und 14 Uhr entscheiden, an dem sie eintreffen werden. Danach dürfen sie maximal vier Stunden in der alten Inka-Zitadelle bleiben.

Die Tickets können direkt über die offizielle Website erworben werden und verfallen automatisch eine Stunde nach dem gewählten Zeitpunkt. Wer beispielsweise ein Ticket für 12 Uhr mittags bucht, muss daher bis spätestens 12.59 Uhr vor Ort sein. Änderungen der Eintrittszeit sind nach dem Ticketkauf nicht mehr möglich. Schon seit 1. Juli 2017 ist zudem der Besuch nur noch in Begleitung eines Tourguides gestattet.

Mit dem neuen System können maximal 600 Personen pro Stunde die Zitadelle betreten. Somit werden also nie mehr als 2.400 Besucher gleichzeitig das UNESCO-Weltkulturerbe erkunden. Es ist allerdings empfehlenswert, keinen zu späten Zeitpunkt zu wählen. Denn wer erst um 14 Uhr kommt, muss seinen Besuch trotz der maximalen Aufenthaltsdauer von vier Stunden spätestens um 17.30 Uhr beenden, wenn Machu Picchu schließt.

Durch die neuen Regeln wollen die peruanischen Behörden den ständig wachsenden Zustrom der Touristenmassen regulieren und den Besuchern ein besseres Erlebnis dieser einzigartigen Sehenswürdigkeit ermöglichen, heißt es. Gleichzeitig sollen dadurch die Wartezeiten außerhalb der Ruinen minimiert werden.

Machu Picchu zählte zuletzt mehr als eine Million Touristen pro Jahr. Bereits 2011 hatte man die Höchstzahl der Besucher auf 2.500 pro Tag begrenzt, aber die UNESCO fordert schon seit langem eine Reduzierung auf 800 Personen pro Tag, weil das Weltkulturerbe ansonsten gefährdet sei.