Brasilien rechnet nicht mit internationalem Boykott wegen Amazonas-Rodungen

Immer mehr Waldflächen werden für den Anbau landwirtschaftlicher Produkte genutzt.

 
 
 

Die brasilianische Regierung will einem Regierungssprecher zufolge eine Kampagne zur Förderung des Exports starten. Weltweit werden die Rodungen im Amazonas-Gebiet kritisiert.

Brasilia. Brasilien rechnet nicht mit einem internationalen Boykott heimischer Produkte wegen der Rodung riesiger Flächen im Amazonas-Gebiet. Der Sprecher von Präsident Jair Bolsonaro sagte weiter, die Regierung werde eine Kampagne zur Förderung des Exports starten. Weltweit kritisieren Umweltschützer die Abholzung des Regenwaldes, der auch als „Lunge der Welt“ bezeichnet wird.

Nach Angaben des brasilianischen Weltrauminstituts INPE ist die Abholzung in den ersten sieben Monaten in diesem Jahr um 67 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Demnach wurden von Januar bis Juli 4700 Quadratkilometer abgeholzt. Bolsonaro hatte die Daten des Instituts scharf kritisiert und den INPE-Chef gefeuert.

Mehr: Erstmals hat sich Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro mit ausländischen Korrespondenten getroffen. Es ging um den Amazonas, das schlechte Umweltimage Brasiliens – und seine Bewunderung für Putin.