Uruguay exportiert erstmals kommerziell Marihuana

Eine angestellte Person arbeitet in einem Gewächshaus mit Marihuanapflanzen in Uruguay.

 
 
 

Zehn Kilo Cannabis sind nach Australien geliefert worden. Uruguay hat als erster Staat eine landesweite Marihuana-Industrie aufgebaut.

Seit der Legalisierung von Marihuana vor rund sechs Jahren hat Uruguay dies erstmals exportiert. Zehn Kilo seien kürzlich nach Australien geliefert worden, wo die medizinische Verwendung von Marihuana erlaubt ist, teilte das Unternehmen Fotmer mit.

Erhoffte Einnahmen aus dem Export von Marihuana waren einer der Gründe, warum Uruguay 2013 als erster Staat eine landesweite regulierte Marihuanaindustrie aufbaute. Seitdem hatte es aber keine kommerzielle Lieferung ins Ausland gegeben. Fotmer teilte mit, es habe zuvor lediglich einmal Proben nach Deutschland geschickt.

Mit dem Anbau des staatlich vertriebenen Cannabis hatte die uruguayische Regierung zwei Privatfirmen beauftragt. Der Anbau erfolgt rund 60 Kilometer außerhalb von Montevideo, auf staatlichem Gelände nahe eines Hochsicherheitsgefängnisses. Die Firmen sollen von der Abgeschiedenheit und den bereits für das Gefängnis verhängten Sicherheitsmaßnahmen profitieren.