Venezuela: Zahl der Flüchtlinge auf 4,6 Millionen gestiegen

Flüchtlinge aus Venezuela an der Grenze zu Kolumbien – von dort reisen viele weiter nach Peru

 
 
 

In Südamerika sind nach Einschätzung der UNO-Flüchtlingshilfe mehr als 4,6 Millionen Venezolaner auf der Flucht.

Die Organisation geht davon aus, dass die Zahl bis zum nächsten Jahr auf bis zu 6,5 Millionen Menschen ansteigt. Dies sei die größte Flucht- und Migrationsbewegung in der jüngeren Vergangenheit Südamerikas. Weltweit gebe es kaum eine Region, aus der so viele Menschen geflüchtet seien. Die weitaus meisten seien in den vergangenen fünf Jahren geflohen, denn 2014 begannen die Proteste gegen den venezolanischen Präsidenten Maduro. Kritiker werfen ihm vor, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu untergraben und politische Gegner foltern zu lassen.

Die UNO-Flüchtlingshilfe bezeichnet die Situation, in der sich die Flüchtlinge befinden, als besorgniserregend. Die Menschen seien enormen Risiken ausgesetzt. Es fehle an Lebensmitteln und Wasser, zudem würden Flüchtlinge oft Opfer von Ausbeutung und sexuellen Übergriffen.