Politik

Siemens muss Geldbuße in Brasilien befürchten

São Paulo (dpa) - In Brasilien wird die Regierung von São Paulo einen Prozess wegen mutmaßlicher Kartellbildung gegen Siemens anstreben. Dies kündigte am Dienstag der Gouverneur des Bundesstaates, Geraldo Alckmin, an. Das deutsche Unternehmen soll mit anderen internationalen Firmen zwischen 2001 und 2007 an Preisabsprachen bei Aufträgen zum U-Bahn-Bau in São Paulo teilgenommen haben, erklärte der Gouverneur auf einer Pressekonferenz. Bei der Anklage gehe es um die Rückerstattung von mutmaßlichen illegalen Preiszuschlägen.

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Venezuela: Devisenbeschränkungen lassen Lufthansa auf Forderungen sitzen

Frankfurt/Main (dpa) - Die Lufthansa wartet auf viel Geld aus dem südamerikanischen Land Venezuela. Ein Sprecher des Unternehmens bezifferte die Außenstände am Donnerstag auf mehr als 100 Millionen Dollar (72 Mio. Euro). Sie stammen aus Ticketverkäufen in der dortigen Währung Bolivar, die wegen Devisenbeschränkungen durch die sozialistische Regierung Venezuelas bislang nicht getauscht werden konnten.

„Wir haben Probleme, unser Geld aus dem Land zu holen“, sagte die Lufthansa-Finanzchefin Simone Menne.

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Brasilien: Volkswagen ruft 54 170 Wagen zurück

Rio de Janeiro (dpa) - Wegen technischer Probleme ruft Volkswagen in Brasilien 54 170 Neuwagen zurück. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, gehe es um acht Modelle (unter anderem Gol, Fox, Up), die zwischen März 2016 und Januar dieses Jahres produziert worden sind. Dabei geht es um Probleme, wenn die Autobatterie nicht ausreichend geladen ist, was zu Pannen und Motorproblemen führen kann.

Der Generator, der Energie für die Batterie erzeugt, könne nicht richtig funktionieren. Der Austausch soll maximal drei Stunden dauern. Brasilien ist der wichtigste Absatzmarkt für VW in Südamerika, der Konzern betreibt mit über 20 000 Mitarbeitern vier Fertigungsstätten.

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Argentinien: Scioli appelliert an die Einheit der Peronisten

Buenos Aires (dpa) - Im Kampf um das argentinische Präsidentenamt hat der Kandidat des Regierungslagers, Daniel Scioli, vor den Folgen eines Machtwechsel gewarnt und die Peronisten zur Einheit aufgerufen. «Als der Peronismus zweimal in den letzten 30 Jahren Wahlen verloren hat, endete dies in katastrophalen Regierungsergebnissen, einmal in einer Hyperinflation und das andere Mal in einer Krise ohne Beispiel», sagt Scioli der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die Staatspleite während der Amtszeit von Fernando de la Rúa Ende 2001.

Am 21. November muss erstmals in einer Stichwahl der neue Bewohner des Präsidentenpalastes, der Casa Rosada bestimmt werden. Die seit 2007 regierende Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner darf gemäß der Verfassung nicht noch einmal antreten. Der konservative Oppositionspolitiker Mauricio Macri rechnet sich gute Chancen aus.

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Südamerika: Versuchslabore für den institutionellen Staatsstreich

(RT Deutsch) Die prowestlichen Machteliten verstehen das Handwerk der politischen Inszenierung. Manche von langer Hand geplanten Ereignisse der Weltpolitik und die damit in Zusammenhang stehenden taktischen Manöver wecken unwillkürlich den Gedanken an die US-Filmindustrie. Der Geist von Hollywood steht Pate. Schockierende Ereignisse läuten den Umschwung ein, der Überraschungseffekt überrollt die Menschen und lähmt das Denken. Das Spiel läuft koordiniert ab, die Spieler sitzen gut verteilt in den Startlöchern, die dominierenden Akteure werfen einander die Bälle zu – das Drehbuch gibt Argumente vor, die Medien lassen keinen Raum für andere Überlegungen.

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